Mit Michael Jensen, Charlotte Blum, Britta Habekost und Thomas Ziebula Paris, Berlin, Baden-Baden, Leipzig: Jazz- und Swingmusik, wilde Cocktailpartys und ein ausgelassenes Lebensgefühl treffen auf mafiöse Geschäfte, politische Aufstände und kaltblütige Morde! Begeben Sie sich an diesem Abend gemeinsam mit erstklassigen Krimiautor*innen in die Welt der goldenen 20er Jahre. Im zweiten Band „Melodie des Bösen“ ihrer Krimireihe um den französischen Ermittler Julien Vioric nimmt Britta Habekost das Publikum mit auf eine bildgewaltige Zeitreise in das Paris der 20er Jahre. Das Autorenduo Charlotte Blum gewähren in ihrem neuen Kriminalroman „Fräulein vom Amt. Nachricht des Mörders“ einen Einblick in die Welt des illegalen Glücksspiels im Baden Baden des Jahres 1922. Im zweiten Buch über die Berliner Brüder Sass „Blutige Stille“ strickt Michael Jensen die Geschichte der berühmtesten Verbrecher der 20er Jahre weiter. Und im dritten Fall „Engel des Todes“ von Thomas Ziebula bekommt es der Leipziger Ermittler Paul Stainer mit einem Mord zutun, der unter dem Deckmantel der Unruhen des Kapp-Putsches 1920 begangen wird. Aber das ist längst nicht alles. Das Bohème Orchester schafft einen entsprechenden musikalischen Rahmen und taucht mit Ohrwürmern und unvergessenen Schlagern tief in die 20er Jahre ein. Ein Abend für viele Sinne.
Mord am Hellweg – Petra Hammesfahr
“STILLE BEFREIUNG” Die Bestsellerautorin Petra Hammesfahr ist eine der bekanntesten deutschen Krimi- und Thrillerautorinnen. Ihre Spannungsromane sind seit Jahren aus den Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Sie wurde für ihre Werke mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und ihr Roman “Die Sünderin” inspirierte die erfolgreiche Netflix-Serie “The Sinner” mit Jessica Biel. An diesem Abend sorgt Hammesfahr in Erwitte für Nervenkitzel der Extraklasse. Im Gepäck hat sie ihren aktuellen Thriller „Stille Befreiung“. Freuen Sie sich auf Hochspannung pur! Zu „Stille Befreiung“ (2022): Mit achtzehn will Sandra unbedingt der Bevormundung durch ihr Elternhaus entfliehen. Ronnie scheint dafür genau der richtige Mann zu sein. Die Warnungen ihrer Familie schlägt sie in den Wind, realisiert aber schon kurz nach der Hochzeit, dass sie einem Blender auf den Leim gegangen ist. Erst zwei Jahre nach der Geburt ihrer Tochter schafft sie den Absprung. Mit der Kleinen zieht Sandra als Pflegerin für die schwerstbehinderte Rebekka in deren Haus. Jedoch die Hoffnung auf ein neues Leben zerbricht, als sie dort eines nachts überfallen wird. Noch ahnt sie nicht, dass der wahre Albtraum erst begonnen hat …
Martin Zingsheim 2022
aber bitte mit ohne Heutzutage ist Verzicht der wahre Luxus. Echte Teilzeit-Asketen verzichten eigentlich aufalles: Fleisch, Laktose, Religion und vor allem eine eigene Meinung. Einfach loslassen.Auch Martin Zingsheim hat sich frei gemacht. Ein Mann. Ein Mikro. Keine Pyrotechnik.Denn alles was Du hast, hat irgendwann Dich. Und Relevanz braucht keine Requisiten.Wenn Überflussgesellschaften Verzicht üben, ist das Leben voller Widersprüche.Zweitägige Fernreisen treten Viele nur noch in fair gehandelten Öko-Klamotten an undtransportieren Wasser in Plastikflaschen dafür mit dem Elektrofahrrad. Martin findet in„aber bitte mit ohne“ gleich eine ganze Menge Wahnsinn, auf den man sofort verzichtenkönnte: Kundenrezensionen, Terrorismus-Experten, Tierfreunde, Hobbypsychologen,Online-Petitionen und glutenfreie Sprühsahne. Nur auf eines sollten Sie niemalsverzichten: nämlich ins Theater zu gehen!Martin Zingsheim, mit Auszeichnungen überhäufter Comedian aus Köln, präsentiert seinbrandneues Stand-up-Programm, in dem er wie kein Zweiter sprachlich brillante Komikund rasante Gags mit kritischer Tiefenschärfe zu verbinden weiß. Zingsheim ist wiePhilosophie, nur mit Witzen statt mit Fußnoten. Dadurch wird’s auch deutlich lustiger. weitere Informationen: www.zingsheim.com | www.birgitsoell.de
Rene Steinberg
“Freuwillige vor!”Wer lacht, macht den Mund auf Unsere Zeit: unübersichtlich, ökonomisiert, aufgeheizt und – kurz gesagt – „alle bekloppt“. In den Innenstädten Leere, auf den Autobahnen Chaos, in den sozialen Netzen Wut und und in der Gesellschaft immer mehr Gegeneinander.Was also tun? Schimpfen? Schaukeln gehen? Aluhut aufsetzen? René Steinberg meint: wir müssen mehr Humor wagen!Gemäß Steinbergs Motto „Gemeinsinn statt gemein sein“ erlebt das Publikum, was Humor ist und wie man sich mit diesem gegen all die Beklopptheiten unserer Zeit wappnet. Guter, handgemachter, feiner bis krachender Humor. Um unsere Zeit zu verstehen. Um sich zu wehren. Und was zu ändern. Der gelernte Literaturwissenschaftler Steinberg ist sich sicher: Humor ist ein Wutdrucksenker! Eine Waffe gegen die Widrigkeiten des heutigen(oder modernen) Lebens.Und vor allem etwas, was Menschen zusammenbringt und verbindet. Machen sie deshalb mit bei einem Trainingscamp der nachhaltigen Art, in dem es unter anderem um Homer, Goethe, Whatsapp, Netflix, Heimat und pubertierende Monster geht – interaktiv, spontan, aberwitzig und lehrreich. Gemeinsam rufen wir „make Humor great again“ – reflektiert, fröhlich und vor allem mit Herz.Kurzvita:René Steinberg ist sehr vielen Menschen rein „stimmlich“ bestens bekannt. Denn er macht seit über 15 Jahren, Satire, Glossen und Comedy im Radio – legendär sind bei WDR2 „die von der Leyens“, „Sarko de Funes“ oder der „Tatort mit Till, Herbert und Udo“. Bei WDR5 ist er seit vielen Jahren für die satirisch aufgespießten “Beklopptheiten der Woche” zuständig und er ist Gastgeber und Moderator in diversen Live-Shows der „Unterhaltung am Wochenende“. Zehntausende Besucher sahen den gelernten Germanisten bei den WDR-Bühnenshows „Lachen Live“, bei denen er bei mittlerweile 4 Programmen in wechselnder Begleitung in ganz NRW unterwegs war.Mit seinem ersten Soloprogramm gewann der bekennende Powergriller und BVB-Fan ab 2012 aus dem Stand mehrere Kleinkunstpreise und war unter anderem nominiert beim Kleinkunstfestival der Wühlmäuse in Berlin. Mit seinem nun fünften Soloprogramm will er seinen ihm ganz eigenen Stil weiter ausbauen: interaktiv, schnell, abwechslungsreich, philosophisch, menschenfreundlich und mit einem Witz versehen, der sich erst auf dem zweiten Blick auch mal als beißender Spott entlarvt.„Steinberg möchte, dass sein Publikum im gemeinsamen Lachen spürt, was Gemeinsinn bedeutet und ausmacht. „Das ist ja durchaus gerade heutzutage schon ein politischer Ansatz – nur eben ein sehr fröhlicher.“(Westfälische Nachrichten)„Er spult kein auswendig gelerntes Programm ab – nein, er spricht frei und lebendig, bringt die Menschen zum gemeinschaftlichen Lachen.“(Westfalenpost)„Das Irre in unser aller Alltag: unsere Marotten, unsere Fehler, unser stetes Bemühen: Steinberg hält dem Publikum den Spiegel vor – und guckt vorher selber rein. Er tut das auf eine so liebenswert-freundliche Art, dass niemand verletzt wird, er aber immer genau den (Lach-)Nerv trifft. Steinberg guckt und hört genau hin, ihm scheint nichts Menschliches fremd zu sein.“(WAZ)
Firas Alshater
„Ich hab genug Hass gesehen. Mit Lachen und Humor erreicht man viel mehr.“ Firas Alshater ist ein ganz normaler Berliner mit Hipsterbart und Brille, ein Comedian und erfolgreicher YouTuber. Nur, dass er bis vor Paar Jahren in Syrien für seine politischen Videos sowohl vom Assad-Regime als auch von Islamisten verhaftet und gefoltert wurde. Erst die Arbeit an einem Film erbrachte ihm das ersehnte Visum für Deutschland, und Firas betrat den größten Kokon der Welt: den Westen. Seitdem versucht er, uns zu verstehen: das Pfandsystem, private Briefkästen, Fahrkartenautomaten und die deutsche Sprache („Da reicht ein Leben nicht für“). Doch als sein Bruder mit Familie über das Mittelmeer nach Europa kommt, erkennt Firas: Ich bin schon total deutsch. Kann also noch was werden mit uns und diesem neuen Land. Von seinen Erlebnissen in Deutschland und Syrien erzählt Firas witzig, tragikomisch, offen und immer liebenswert frech. Seit fünf Jahren lebt der syrische Flüchtling und YouTube-Star Firas Alshater in Deutschland. Er hat so ziemlich jede Region bereist, und auch wenn er mittlerweile mit vielem vertraut ist, bleiben ihm andere Dinge vielleicht ewig ein Rätsel, besonders wenn nicht mal die Deutschen selber sie verstehen: Zum Beispiel, wer denn jetzt bitteschön “die Deutschen” sind? Bio-Deutsche? Naja, sie lieben Bio – aber warum streiten sie dann mit den Gutmenschen? In solchen Fällen kann nicht mal Firas’ Freund Jan großartig helfen – aber sie können gemeinsam lachen, über sich, alle anderen und die kleinen Sternstunden, die Deutsche und Nicht-ganz-so-Deutsche in ihrem gemeinsamen Land ja dann doch immer wieder erleben können. Wenn sie denn wollen Firas Alshater, geboren 1991 in Damaskus, studierte Schauspiel. In der Revolution gegen Baschar al-Assad begann er als Journalist und Kameramann für ausländische Nachrichtenagenturen zu arbeiten. Er wurde mehrfach verhaftet und brutal gefoltert. Seit 2013 lebt er in Berlin. Gemeinsam mit Jan Heilig drehte er den Dokumentarfilm Syria Inside sowie diverse YouTube-Videos für die Webserie Zukar.Firas Alshater glaubt unerschütterlich daran, dass Integration funktionieren kann.
Jens Neutag
“Mit Volldampf” Kabarett zur rechten Zeit Es reicht! Wenn Trump, Erdogan und all die unzähligen hirnlosen Rechtspopulisten in Europa mit Realsatire dem Kabarett das Wasser abgraben, dann holt Jens Neutag zum ultimativen Gegenschlag aus: Er geht als Kabarettist in die Politik. Nicht irgendwie, sondern ganz zielstrebig. Also, so zielstrebig wie es die Generation „um die 40“ eben macht. Man sagt nicht wirklich Ja, aber weil man auch nicht Nein gesagt hat, steht man irgendwann auf dem Wahlzettel. Und wenn er schon einmal das Sagen hat, dann wird alles anders, jetzt, sofort und mit VOLLDAMPF. Das ist der Plan und obwohl dann doch alles ganz anders kommt, stellt Jens Neutag eines eindrucksvoll unter Beweis: Er ist der Dampfreiniger des deutschen Kabaretts. MIT VOLLDAMPF ist Hochleistungskabarett ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Eine messerscharfe Gegenwartsanalyse mit komödiantischen Mitteln, kurzum: Satire am Puls der Zeit. Pointiert, entlarvend, aber vor allem mit allerhöchstem Unterhaltungsfaktor. MIT VOLLDAMPF ist das siebte Solo-Programm des mehrfach preisgekrönten Kabarettisten Jens Neutag. Er ist immer wieder im Radio (u.a. WDR5) und Fernsehen (u.a. seit 2016 regelmäßiger Gast in der SWR-Spätschicht) präsent, aber am allerliebsten stellt er sich allabendlich vor sein Publikum. MIT VOLLDAMPF: Regie Martin Maier-Bode Copyright für Pressefotos: Oliver Haas Fotodesgin / www.citizenx-photo.com
Dagmar Schönleber
“Respekt von, für und mit Dagmar Schönleber” Alle fordern ihn, niemand hat ihn zu verschenken, und angeblich ist er nichtkäuflich: Respekt.Aber wer hat ihn denn wirklich verdient? Was, wenn die Oma, der man in der Bahnden Sitzplatz anbietet, ein Nazi ist? Wie reagieren, wenn Eltern beim Fußballturnierden Schiri verprügeln, weil der eigene Sohn gefoult hat? Und reicht nicht manchmalein gute Mischung aus Toleranz und Ignorieren?Getrieben vom Wunsch nach Ordnung und Revolution zeigt Dagmar Schönleber,dass die beste Aussicht nicht von der Wetterlage abhängt, sondern von einemklaren Kopf.In einer Zeit, in der Trolle immer realer und die Politiker immer ungeheuerlicherwerden, macht sie sich auf die Suche nach den Anfängen des richtigen Umgangs,und blickt auf die Zukunft des Miteinanders im Durcheinander.Ein Abend zwischen Anstand und Aufstand, Etikette und Ekstase, Knigge undKnast. Dabei gilt wie immer: Die Lebensweisheiten sind frei, während die GitarreAkkordarbeit leistet. Respekt!Pressestimmen„Sie ist schrill und verletzlich, melancholisch und cool, gefühlvoll und deutlich, bissigund liebevoll: Dagmar Schönleber. Ein Abend mit einer vielseitigen Künstlerin, diewie bei einem Weihnachtskalender viele kleine Türchen öffnet.“ (Kreiszeitung Syke)„Das pure Vergnügen in Schönlebers Programm kommt von der zeitlich exaktenGratwanderung zwischen Realitätsbezug, Gesellschaftskritik und dem völligenUmkippen in den Bereich des Nonsens, das zwar nur punktuell stattfindet, aberstets Unheil dräuend über allem schwebte.“ (Hessische NiedersächsischeAllgemeine)Regie: Lutz von Rosenberg LipinskyAlle Termine und wichtigen Infos unter www.dagmarschoenleber.de
Markus Barth
“Haha… Moment, was?” Ein halbes Jahr war Markus Barth auf Reisen und seit er zurück ist, besteht sein Leben fast ausschließlich aus „Haha… Moment, was?“-Situationen. „Haha… Moment, was?“ – das ist diese Millisekunde zwischen spontanem Lachen und „Oh verdammt, die meinen das ernst!“. Zwischen „Du verarschst mich doch!“ und „Hui, du machst das aber hartnäckig!“. Zwischen „Weißte, was ich gerade verstanden habe?“ und „Ach, das hast du wirklich gesagt?“. Kurz: Die Momente, in denen dir schlagartig klar wird, dass die globale Kaffeetafel bisweilen gehörig einen an der Waffel hat. Und diese Momente sind überall: Im Supermarkt und in der Politik, in der Religion und an derWursttheke, in der U-Bahn und in Veronika Ferres-Tweets. Markus Barth zeigt in seinem neuen Stand-up Programm den einzig sinnvollen Umgang mit akutem Weltenwahnsinn auf: Lachen, wundern, wieder lachen. Hilft doch alles nix. Natürlich kann man das Leben bierernst nehmen. Aber wer bei Bier ernst bleibt, hat ja wohl überhaupt nichts verstanden. Markus Barth: Haha… Moment, was?Stand-Up SoloprogrammPremiere: 10.11.2018Ca. 90 MinutenTexte: Markus Barth
Nils Heinrich
„…probt den Aufstand!“ Nils Heinrich „…probt den Aufstand!“. Sagt er. Aber gibt es nicht schon genug Leute, die den Aufstand proben? Heinrichs Aufstand ist ehrlicher. Weg von den angeblichen Zumutungen einer scheinbar komplett aus dem Ruder gelaufenen Welt. Hin zu den Schönheiten des Daseins. Weg von den Stöckchen, die jede Minute medial zum drüber springen hingehalten werden. Hin zu den kleinen Wundern, die keiner mehr sehen will. Wohldosierte Witzigkeit und intelligente Melancholie sind das Geheimrezept von Heinrichs nachhaltigen Qualitätskalauern, die er über den Abend verteilt zum Vergnügen seiner Zuschauer ganz sanft in deren Gedanken ziseliert. Und zwar mit einem himmelblauen Holzhammer aus korsischem Kirschholz. Nils Heinrich „…probt den Aufstand!“. Der listige Bühnenschelm ist bekannt als wohlige Ausnahme im nervigen Einerlei der heutigen Kleinkunstübersättigung. Er blendet nicht und fackelt nicht lange. Mit Puppen spielt er auch nicht rum. Auch lästige Lustigkeiten über seine Jugend mit Migrationshintergrund wird er nicht breitwalzen. Obwohl er Ostdeutscher ist. Stattdessen ist er einfach witzig. Nils Heinrich „…probt den Aufstand!“ und zeigt einmal mehr, warum er drei, sieben oder elf Kleinkunstpreise in seinem Bücherregal stehen hat – was aber auch egal ist! Denn Preise sind was für Sonderangebote. Wichtig sind Kontinuität, Vertrauen und eine gepflegte Gesamterscheinung. Und endlich mal wieder Bühnenunterhaltung, die den Namen verdient. Ohne Zeigefinger. Ohne Predigerallüren. Locker, geschmeidig, mit viel Understatement. Witziges für Erwachsene eben. Denn das gibt´s leider viel zu selten. www.nils-heinrich.de
Robert Griess
„Hauptsache, es knallt!” Die Nachrichtenlage bewegt sich zwischen echten Schlagzeilen, täglichen Trump-Zeilen und Fake-News. Das Motto der Handelnden lautet: „Hauptsache, es knallt!” Im neuen Programm des Kölner Kabarettisten Robert Griess knallt es auch – und wie: Pointen, Gags und aberwitzige Szenen. Die „schnellste und frechste Klappe von Köln” (Kölner Stadt-Anzeiger) „zielt, schießt und trifft immer ins Schwarze”(Bonner Rundschau). Wer Griess live erlebt, versteht schnell, warum solch eine Kraft von seinem Witz ausgeht: Er ist der sympathische, herzliche Kerl, den man sofort gern hat. Sein geschickter Hinterhalt als Sympathieträger eröffnet ihm alle Möglichkeiten. Robert Griess ist nichts heilig: Nicht einmal er selbst und die Rolle des Kabarettisten als „Pausenclown des Neoliberalismus”. Das alles, um das Publikum zwei Stunden auf höchstem Niveau zum Lachen zu bringen über all jene Themen, die sonst nur schlechte Laune machen. Griess´ einzigartige Mischung aus Stand-up-Kabarett und seinen wahnsinnig komischen Figuren bietet eine abwechslungsreiche Kabarett-Show mit hohem Lachfaktor und inhaltlicher Relevanz. Da wird über die Charity-Kultur der Reichen gelästert, schräg die Reichtums-Migration besungen und ein modernes Welten-Drama in bester Heiner-Müller-Christoph-Schlingensief-Tradition inszeniert. Und Herr Stapper auf Hartz IV – Lebensmotto: Hauptsache, es knallt! – erklärt, warum er als abgehängtes Prekariat trotzdem nicht auf die AfD hereinfällt. Und es gibt – erstmals bei Griess – sogar ein, zwei Songs, die es in sich haben, zu hören. Eine Show wie ein Spektakel!